Was ist BILI?

Bili bedeutet „Bilingualer Sachfachunterricht". An unserer Schule unterrichten wir das Fach Erdkunde ab Klasse 7 in Englisch.
In einem Erdkundekurs der siebten Klassen findet der Unterricht dreistündig in englischer Sprache statt (Kurssystem ab Schuljahr 2007/2008). Nur Schülerinnen und Schüler, die in einem dreistündigen Vorkurs in der 6. Klasse auf diesen Unterricht in der Fremdsprache vorbereitet wurden und ihn erfolgreich absolviert haben, dürfen in Klasse 7 am eigentlichen Bili-Unterricht teilnehmen.

Was ist der Vorkurs?

In der Stufe 6 gibt es zwei so genannte Vorkurse, die neben den normalen Englischstunden in der Woche noch drei zusätzliche Englischstunden erhalten, in denen die Freude am Sprechen gefördert wird durch offene, stark mündlich gestaltete Arbeitsformen. Man findet hier viel Gruppenarbeit zum Beispiel beim Einüben kleiner Theaterstücke, die teilweise sogar selbst geschrieben werden. Es geht darum, Sprachhemmungen abzubauen und möglichst zu erreichen, dass sich die Schülerinnen und Schüler auch untereinander auf Englisch unterhalten. Dieses Angebot richtet sich eher an begabte Kinder mit guter Merkfähigkeit. Es handelt sich um keine Nachhilfe. Der Vorkurs wird nicht benotet.

Am Ende der 5. Klasse wird auf einer Klassenkonferenz entschieden, welche Schülerinnen und Schüler für den Vorkurs geeignet wären. Wenn die Eltern sich dazu entschließen und die Auswahl der Schule bestätigen, hat man sich verbindlich für den Bili-Zweig entschieden. Es handelt sich um ein Angebot, auf das es kein Anrecht gibt.

In Klassenstufe 6 findet der Erdkundeunterricht noch für alle in deutscher Sprache statt.  

Wie sieht der BILI-Unterricht aus?

Schülerinnen und Schüler, die sich im Vorkurs so gut präsentiert haben, dass sie den erhöhten Anforderungen für „Erdkunde auf Englisch“ gewachsen sind, werden in die BILI-Klasse eingeteilt. Unberührt vom eigentlichen Englischunterricht erhält die Klasse drei Stunden Erdkunde auf Englisch statt wie üblich nur zwei auf Deutsch für alle anderen Schülerinnen und Schüler. Das ist notwendig, weil die Vokabelarbeit Zeit erfordert und der Lehrplan dennoch erfüllt werden soll. Sprachfehler im Englischen werden im Bili-Unterricht zwar verbessert, doch gehen sie nicht in die Benotung ein. Beurteilt wird die erdkundliche Leistung.

Welche Erfahungen wurden bisher gemacht?

Geography ist als echte Begabtenförderung zu sehen: Spätestens in Klassenstufe 9 kann sich die weit überwiegende Zahl der Schülerinnen und Schüler über geografische Themen wie Weathering (Verwitterung), Plate Tectonics (Plattentektonik) oder Overfishing in Antarctica (Überfischung in der Antarktis) unterhalten. Ergebnisse von Power-Point-Projekten können eingeübt und präsentiert werden.
Aber auch hier ist wichtig: Geography ist keine Englischnachhilfe! Wer eher Probleme mit dem Sprachenlernen hat, kommt sehr bald nicht mehr mit und wird manche Themen nicht mehr hinreichend verstehen.
Geography führt zu im Schnitt deutlich besseren Erdkundeleistungen. Das Fach wird insgesamt ernster genommen:

Auch in der Oberstufe gibt es einen Bili-Grundkurs. Unsere ersten Schülerinnen und Schüler werden 2008 ihr Abitur im Fach Erdkunde auf Englisch bewältigen.

Leider können wir wegen begrenzter Kapazitäten nicht allen Schülern Bili anbieten.

Wozu das Ganze?

Der Blick auf den Stellenmarkt zeigt heute, dass gutes Englisch in Wort und Schrift vielfältig vorausgesetzt wird, ja, nicht einmal als „besondere“ Zusatzqualifikation gilt. Auch im Studium findet man Fachliteratur oft nur auf Englisch veröffentlicht. Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnen, Englisch als nahezu natürliche Zweitsprache zu beherrschen, um auch bei komplizierten Inhalten verhandlungssicher agieren zu können. Indem wir Erdkunde in englischer Sprache vermitteln, bereiten wir Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Bad Segeberg auf eine möglichst erfolgreiche berufliche Zukunft vor.


Die aktuelle Bili-Crew am Städtischen Gymnasium Bad Segeberg:

Frau Christiansen
Herr Christiansen
Frau Klingelhöfer