Ein bisschen Frankreich...
Die Klasse 9e nahm an einem Deutsch-Französischem Wettbewerb teil. In dem Wettbewerb ging es darum, dass die deutschen Schüler etwas Französisches in ihrer Umgebung finden und anders herum sollten die französischen Schüler etwas Deutsches vor ihrer Haustür finden. Dies sollten sie dann in eine kreative Idee vorstellen. Wir haben uns in kleinen Gruppen auf die Suche gemacht und waren sehr erfolgreich. Jede Gruppe entwickelte ein individuelles Ergebnis, wie z.B. einen selbst gedrehten Film, ein Fotobuch, ein Croissantmobile etc. .Aus den vielen Ideen stellten wir eine außergewöhnliche Kiste zusammen. Unsere Klasse konnte sich mit ihrem Projekt „Une boîte à idée“ auf den ersten Platz katapultieren! Die Freude war überdimensional, riesig, groß, da dies für uns hieß: Ab nach Berlin! Unser Plan klappte und schnell stand fest, wir würden zwei Tage in Berlin verbringen.
Am besagten Freitag fand sich unsere Klasse mit Frau Lubowitz und Herrn Krull mit Sack und Pack am Segeberger ZOB ein. Die Vorfreude war riesig, trotz der dreistündigen Fahrt, die sich im Nachhinein als sehr amüsant erwies, da Herr Krull uns mit seinen neusten Witzen bombardierte. In Berlin angekommen, saßen 25 Schüler und zwei Lehrer, wie die Japaner mit Digicam im Obergeschoss eines Doppeldeckers und knipsten sich die Finger wund. Das Jugendhotel entsprach genau unseren Vorstellungen. Nachdem wir die Herberge in Beschlag genommen hatten, war unser nächstes Ziel, Berlin zu erobern. Mahnmal, Gedenkstätte für die ermordeten Juden, Reichstag und Kino standen auf der Tagesordnung. Erst spät am Abend kamen wir von unserer Tour zurück, aber an Schlafen war noch nicht zu denken. Dies war aber nicht in Frau Lubowitz’ Sinne und so zog sie als Nachtgespenst durch die Flure, um uns vergeblich zum Schlafen zu bringen. Dem zu Folge konnte man am nächsten Morgen 25 völlig übermüdete Schüler und zwei gut gelaunte Lehrer voller Tatendrang vorfinden. Dieser Tag ging natürlich nicht ohne Missgeschicke von statten, da wir Bad Segeberger Landeier mit der Großstadt noch nicht ganz vertraut waren. Daher war es nicht verwunderlich, dass unsere liebe Sammy vor einer verschlossenen U-Bahntür alleine zurück blieb. Nach einer zeitlichen Verzögerung kamen wir aber doch alle heil und gesund am französischen Jugendwerk an, wo wir herzlich empfangen wurden.
Bis zur Preisverleihung war es aber noch etwas Zeit und so durften wir in kleinen Gruppen für ein paar Stunden Berlin unsicher machen. Überglücklich, mit neuen Erkenntnissen und tausend Einkaufstaschen trudelten wir langsam, aber sicher alle zur Preisverleihung ein. Die Preisverleihung entsprach zwar nicht ganz unseren Vorstellungen, aber mit den 120 Euro Preisgeld waren wir dann doch sehr zufrieden. Nach einer leckeren Stärkung mit Orangensaft und Kuchen traten wir leider schon die Heimreise an. Kaum zu Hause angekommen, planten wir schon unsere nächste Berlinfahrt.
Alles in allem hatten wir zwei superlustige, aufregende, interessante, abwechslungsreiche, gemeinsame Tage. An dieser Stelle müssen wir noch eine Sache loswerden: Berlin wir kommen wieder!
Antonia Klein und Freda Maibaum

