So sollte also unser neues Musical heißen. Ein Familienurlaub, der zum Chaos wird, sollte die Handlung darstellen. Für uns begann eine lange und anstrengende, aber auch schöne und tolle Probenzeit.
Zunächst skeptisch hörten wir uns in die Lieder auf der CD rein und begannen langsam uns in das Stück einzuarbeiten und die Rollen zu verteilen- wobei das Stück für neun Leute vorgesehen war und wir 22 Leute unterbringen mussten. Es wurden viele neue Szenen entworfen und neue Texte geschrieben.
Die ersten Formen nahm das Stück dann in Mözen an, wo wir alle gemeinsam für ein par Tage auf Musicalfreizeit fuhren. Doch „Freizeit“ konnte man das nicht nennen. Es wurde hart gearbeitet und zum Teil bis Abends um 23:00 Uhr geprobt. Aber immer hatten wir Spaß und von Streit oder Lustlosigkeit war nie etwas zu merken.

Trotzdem gab es auch etwas Freizeit und wir nutzen diese zum Beispiel, um in den eiskalten Mözener See zu springen. Tolle Unterstützungen hatten wir auch immer von Jakob Rösch, der uns bis spät Abends mit seiner Gitarre begleitete und Nadine Tiedemann die mit uns stundenlang Choreografien einübte, welche dann auch ein voller Erfolg wurden. Natürlich hätte das alles nicht ohne die Leitung von Frau Roggon und die große Unterstützung von Herrn Friese geklappt, die alles super organisiert haben!
Doch nach den Sommerferien merkten wir, dass es langsam knapp wurde mit den Proben.
Jeden Dienstag sangen, tanzten und schauspielerten wir dann ohne Pause.
Die Generalprobe kam immer näher und die Proben dazu verdoppelten und verdreifachten sich. Aber tapfer nahmen wir den Stress hin, opferten sämtliche Wochenenden wo wir stundenlang probten und mit sehr viel Farbe Kulissen malten.
Eine Woche vor unserem großen Auftritt überrollte uns dann leider die Erkältungswelle.
Hauptrollen fielen aus und die Angst, dass die Aufführung ins Wasser fällt, wurde größer.

Und dann kam der Tag der Generalprobe, die dann auch wirklich so wurde wie es sein sollte. Wir vergaßen unsere Texte, der Aufbau klappte nicht und die Requisiten fehlten. Aber wenn die Generalprobe schlecht läuft dann soll die Aufführung gut werden. Auf diesen Spruch verließen wir uns dann auch.
Am Freitag war dann unsere Premiere und mit vielen Erkältungsmedikamenten sah es hinter der Bühne schon aus wie in einer Apotheke.
Aber pünktlich um 19:30 Uhr begann unser Musical mit allen Darstellern und Besetzungen. Fast alle Plätze waren besetzt und eigentlich lief alles nach Plan, auch wenn wir an einigen Stellen improvisieren mussten. Dies merkte zum Glück keiner, aber es sorgte für reichlich Schweiß! Leider versagten unsere Mikrophone, was sehr schade für unsere Solisten war, doch die konnten bei der Zugabe mit einem funktionierendem Mikro noch einmal ihr Bestes geben.
Als der Applaus nach unserer zweiten Aufführung ertönte, war leider schon wieder alles vorbei. Etwas traurig, dass die Zeit schon zu Ende war, aber auch glücklich, dass wir es so gut geschafft hatten, machten wir uns an das Abbauen der Bühne.
Ich glaube, in der Zeit haben wir nicht nur musikalisch, sondern auch was Teamfähigkeit und Zusammenhalt anbelangt, viel gelernt.
Ein großes Dankeschön an Frau Roggon, die die Zeit mit uns so souverän gemeistert hat!

Schirin Abdel Kader, 8b