Mit der Frage „Wann haben Sie zuletzt einen Western gesehen“ nahm die Musical-AG am 19., 21. und 22 November 2008 ihr Publikum mit auf eine Reise in den Wilden Westen. In diesem Stück haben die Schauspieler gesungen, getanzt, gesoffen, gepokert und es wurde auch die große Liebe gefunden.
Horse-City ist ein unscheinbares kleines Städtchen, das gar nicht so unscheinbar ist. Es ist durch zahlreiche Morde gekennzeichnet, die von einem Killer ausgeübt werden, der nicht auf das Geld seiner Opfer aus ist. In der Stadt gibt es einen kleinen Saloon, in dem schon gemunkelt und gerätselt wird, wer wohl der Mörder sei. Eine mürrische, alte Frau, die im Rollstuhl sitzt, ist die Besitzerin des Saloons. Außerdem gibt es da noch eine Barsängerin, die sich zu fein ist zu singen, einen korrupten, alten Sheriff, einen etwas merkwürdigen Doktor, zwei geldgierige Prairie-Gangster und die taufrische, junge und hübsche Nichte der Besitzerin.
Doch dann wendet sich das Blatt. Ein Geschwisterpaar kommt in die Stadt, um die Morde aufzuklären. Am Anfang hält man beide für verrückt, doch dann stellt sich heraus, dass der unbedarft scheinende Mann in Wirklichkeit ein Pistolen-Forscher und Schießexperte ist und die Schwester seine gewiefte Assistentin. Das Geschwisterpaar kämpft sich nun durch viele gefährliche und schwer zu bewältigende Situationen, in denen sie immer wieder ihre Überlegenheit unter Beweis stellen.
Als dann am Ende herauskommt, das die alte, mürrische Frau, die so unschuldig in ihrem Rollstuhl hin und her gerollt war, die Killerin ist, die zudem auch noch gehen konnte, geht plötzlich ein Raunen durch die Reihen der Zuschauer. Niemand hat erahnt, das gerade sie die Täterin ist, die zahlreiche grausame Morde begannen hat. Nun kommt auch heraus, dass ihr für tot befundender Mann noch am Leben ist und unter ihnen weilt.
Mit einem musikalischen Finale kamen die Schauspieler zum Ende ihres spannenden, aber auch lustigen Stücks.
Philipp Grewe

